Infothek

Auf dieser Seite stellen wir Fachpublikationen, Materialien und Medien sowie wichtige Links vor, die aus JuRe-Sicht für die primärpräventive Arbeit politischer Jugendbildung interessant sind.

Selbstverständlich findet Ihr hier auch Materialien zu JuRe und aus Projekten von ARBEIT UND LEBEN oder an denen ARBEIT UND LEBEN beteiligt ist, soweit sie für das Themenfeld von Bedeutung sind.

JuRe Broschüre

Die JuRe-Broschüre enthält Beiträge zum Anliegen, den Zielen und der Struktur des Vorhabens. Hierbei stellen sich u.a. die JuRe-HotSpots vor. In einem zweiten Teil sind wichtige Stationen des Expertiseaufbaus 2018 dokumentiert, u.a. der erste Teach-the-Teachers-Workshop in Berlin. Printexemplare können beim Bundesarbeitskreis oder über die beteiligten HotSpots kostenlos bestellt werden. Die PDF-Version kann mit einem Klick auf den Button "Mehr ..." heruntergeladen werden.

STÄRKEN

Ein Konzept zu politischen Jugendbildung an beruflichen Schulen

Der JuRe-HotSpot NRW hat ein modulares Workshop-Programm für den Einsatz an Berufsschulen entwickelt, das die zentralen Themen und pädagogischen Anforderungen einer grundlegenden politischen Jugendbildungsarbeit, insbesondere mit neuen Schüler*innengruppen, an berufsbildenden Schulen beinhaltet.

Aus Sicht der pädagogischen Praxis werden zunächst die Besonderheiten und Herausforderungen des Vorhabens „Jugend und Religion (JuRe). Politische Jugendbildung an Berufsschulen“ erörtert und anschließend das thematisch-didaktische Konzept inklusive Methodenteil vorgestellt.

Die Broschüre steht pdfhier als PDF zum Download zur Verfügung und kann auch kostenlos als Print bestellt werden.

Pädagogik geschlechtlicher, amouröser und sexueller Vielfalt

Zwischen Sensibilisierung und Empowerment

Geschlecht und Sexualität sind wichtige Komponenten von Identität und spielen gerade in der Pubertät eine wichtige Rolle für junge Menschen. Queere Jugendliche sind im schulischen Kontext häufig von Diskriminierung betroffen und werden dadurch in ihrer Identitätsentwicklung eingeschränkt. Und auch wenn viele Lehrkräfte und Pädagog*innen nicht wissen, dass in ihrer Klasse/Gruppe queere Schüler*innen sind, ist davon auszugehen, dass in jeder Klasse oder Gruppe mindestens eine Person von dieser Diskriminierung betroffen ist.

In der Handreichung „Pädagogik geschlechtlicher, amouröser und sexueller Vielfalt“, herausgegeben von Katharina Debus und Vivien Laumann, wird Hintergrundwissen für Pädagog*innen zu dem Thema so aufbereitet, dass auch Leser*innen ohne Vorwissen in das Thema einsteigen können und die Relevanz für ihre pädagogische Arbeit erkennen. Zudem wird durch Methoden und Tipps zum Seminaraufbau und Themengestaltung der Praxisbezug hergestellt und zur Reflexion der eigenen Bildungspraxis ermutigt.

Die Handreichung ist herausgegeben von Dissens e.V. und steht jetzt auf der Vielfalt Mediathek kostenlos zum Download.

Politische Bildung im Kontext von Islam und Islamismus

Der politischen Bildung kommt besonders im Kontext von Islam und Islamismus die Aufgabe zu, eine differenzierte Auseinandersetzung in diesem Themenfeld zu ermöglichen. Dabei steht sie gleichermaßen vor der Herausforderung einer zunehmend radikalisierten Ausprägung antipluralistischer Ideologien und Denkweisen – sei es aus antimuslimischer oder aus islamistischer Sicht. Beide Ausprägungen bedrohen ein friedvolles, demokratisches Zusammenleben und sind daher inhaltlicher Bestandteil politischer Bildung.

Der Sammelband „Politische Bildung im Kontext von Islam und Islamismus“ beantwortet grundlegende Fragestellungen zu den relevanten Phänomenen und Problembereichen im Themenfeld und geht dabei auch u.a. auf die Religionspolitik in Deutschland sowie die soziale Konstruktion und Performanz von muslimischen Identitäten ein. Des Weiteren geht der Band auf das Verhältnis von politischer Bildung und Primärprävention ein, verdeutlicht die Relevanz von Religion für die politische Bildung und fokussiert auf ausgewählte Inhalte wie beispielsweise das Spannungsfeld von Antisemitismus und antimuslimischen Rassismus. Abgerundet wird die 400 Seiten-starke Publikation mit Erfahrungen aus der Praxis, u.a. von ufuq.de und aus dem gendersensiblen Projekt PHÄNO_cultures.

Sachbuch-Tipp: „Radikalisierungsmaschinen – Wie Extremisten die neuen Technologien nutzen und uns manipulieren“

von Julia Ebner (Suhrkamp Verlag, 2019, Buch: 18,00 €)

Die Extremismusforscherin Julia Ebner hat sich undercover unter Extremist*innen gemischt, um die Szenen von innen heraus zu analysieren und deren Anwerbe- und politische Zielstrategien aufzudecken. Dabei war sie zwei Jahre bei Jihadist*innen, christlichen Fundamentalist*innen, Neonazis und Verschwörungsanhänger*innen unterwegs. Sie zeichnet anhand der Radikalisierungsstadien von Rekrutierung über Sozialisierung und Kommunikation innerhalb des „inner circles“ sowie der Vernetzung bis hin zur Mobilisierung und Durchführung von Angriffen ein zugleich präzise analysiertes und erschreckendes Bild nach. Um sich den Herausforderungen und Bedrohungslagen durch technikaffine extremistische Gruppierungen zu stellen, präsentiert die Autorin am Ende ihres Buches innovative und mutige Initiativen, „die das Potenzial haben, für eine kommende Generation, die global etwas verändern will, Vorbild und Ideengeber zu sein.“ (S. 13)

Religion in der pädagogischen Auseinandersetzung mit islamistischem Extremismus

In dem 220-seitigem Band werden sowohl aktuelle Forschungsergebnisse der Arbeits- und Forschungsstelle Demokratieförderung und Extremismusprävention am Deutschen Jugendinstitut (DJI) als auch Evaluationen zum Bundesprogramm „Demokratie Leben!“ vorgestellt. Die Wissenschaftler*innen des DJI und anderer Forschungseinrichtungen diskutieren darin die Rolle von Religion in Radikalisierungsprozessen und in der Präventions- und Distanzierungsarbeit. Die Publikation gibt z.T. biografische Einblicke in die Teilbereiche „Radikalisierung und Religion“, „Orientierungspunkte“ sowie „Pädagogische Auseinandersetzung mit islamistischem Extremismus“. Die Artikel sind praxisnah aufbereitet und richten sich nicht zuletzt auch an Vertreter*innen aus der Politik.

Zusammenhalt in Vielfalt: Das Vielfaltsbarometer 2019 der Robert Bosch Stiftung

„Für die Mehrheit der Deutschen ist zunehmende Vielfalt mehr Bereicherung als Gefahr“

Wie gehen Deutsche mit Menschen eines anderen Lebensalters oder Geschlechts, mit sozial Schwachen oder Behinderten und mit der Vielfalt an sexuellen Orientierungen, ethno-kulturellen Hintergründen und Religionen um? Wie lässt sich die Akzeptanz von Vielfalt stärken? Für eine repräsentative Befragung der Robert Bosch Stiftung wurden 2019 bundesweit 3.025 Personen ab 16 Jahren zu ihren Meinungen und ihrem Verhalten gegenüber unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen befragt. 

Das Wichtigste im Überblick: Am stärksten werden Menschen mit einer Behinderung, einer unterschiedlichen sexuellen Orientierung und Menschen aus anderen Herkunftsländern akzeptiert. Die größten Vorbehalte gibt es gegenüber sozial Schwachen und Menschen, die einer anderen Religion angehören als der eigenen. Insgesamt erreicht die Akzeptanz von Vielfalt auf einer Scala von 0 (keine Akzeptanz) bis 100 (große Akzeptanz), 68 Punkte. Allerdings gibt es deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern. Laut dem Vielfaltsbarometer sind die Menschen im Norden und in Berlin besonders offen gegenüber Vielfalt (Akzeptanz nach Regionen 70-72 Punkte auf einer Scala von 100). Dahinter liegen die Bundesländer im Süden und Westen Deutschlands (66-69 Punkte). Eher skeptischer gegenüber Religionen sind die Menschen im Osten Deutschlands (61-65 Punkte).  Am ehesten bereit sich auf Menschen einzulassen, die anders sind als sie selbst, sind die Deutschen in ihrer eigenen Nachbarschaft. Die Nachbarschaft ist der Ort, an dem über positive Erfahrungen die persönliche Einstellung nachhaltig verändert werden kann. Für die Akzeptanz von Vielfalt lohnt sich also mit den Nachbar*innen in Kontakt zu treten und sie kennenzulernen. 

Und noch ein wichtiges Ergebnis der Studie: „Dort, wo die Vielfaltsakzeptanz hoch ist, sind die Menschen zufriedener, glücklicher und gesünder!"

Pufii.de: Präventive Unterstützung für Integrations-Initiativen

bietet Wissenspool zur Prävention von Vorurteilen und Diskriminierung

Das Informationsportal Pufii.de beschäftigt sich in drei Phasen mit der Prävention von Vorurteilen, Diskriminierung und Rassismus. Als das zentrale Mittel zur Vorurteilsprävention werden dabei Kontaktmaßnahmen gesehen. (Eine kurze Beschreibung davon, was Kontaktmaßnahmen sind, finden sich hier.) Da Kontaktmaßnahmen bisher zu wenig Aufmerksamkeit in der präventiven Bekämpfung von Ungleichwertigkeitsvorstellungen und Ethnozentrismus bekommen haben, ist es das Ziel von Pufii diese zu fördern und Praktiker*innen hilfreiche Tipps an die Hand zu geben.

Seit 2018 recherchiert Pufii zu Projekten, die mit Kontaktmaßnahmen arbeiten und sammelt die Ergebnisse in Good-Practice-Beispielen. Um die Informationen von der Wissenschaft in die Praxis zu bringen, entwickelte Pufii eine zweiteilige Online-Seminarreihe und baut einen Wissenspool zur Prävention von Vorurteilen und Diskriminierung auf. Zu finden sind dort Materialien zur pädagogischen Arbeit, Projektbeispiele und Literaturtipps sowie Hinweise zu spannenden Veranstaltungen zum Thema Vorurteilsbekämpfung.

Exit - mein Weg aus dem Hass (Film, NO 2018)

Eine persönliche Doku der norwegischen Filmemacherin Karen Winther

Karen Winther begibt sich in dieser persönlichen Dokumentation in ihre eigene Vergangenheit und in die anderer, ausgestiegener Rechtsextremist*innen. Sie fragt nach den Beweggründen, die v.a. junge Menschen dazu veranlassen, sich einer gewaltbereiten Neonaziszene anzuschließen. Der Film veranschaulicht, inwiefern Schuld- und Schamgefühle ein ständiger Begleiter sind, auch wenn der Ausstieg aus der Szene bereits mehrere Jahre zurückliegt.

Der Himmel wird warten (Film, FR 2016)

Ein eindringlicher Film von Emilie Frèche und Marie-Castille Mention-Schaar

Mélanie ist 16 Jahre und lebt zusammen mit ihrer alleinerziehenden Mutter Sylvie. Nachdem sie über das Internet einen jungen Mann kennengelernt hat, der ihr Komplimente und sie mit dem Islam vertraut macht, beginnt Mélanie zu beten und ein Kopftuch zu tragen. Durch den Einfluss Abou Husseins radikalisiert sich Mélanie zunehmend, bis sie eines Tages nach Syrien zum IS reist.

Der Geschichte Mélanies wird als zweiter Handlungsstrang die Erzählung Sonias gegenübergestellt, deren Ausreise nach Syrien nur durch einen Zufall missglückt. Sie wird der Planung eines terroristischen Anschlages bezichtigt und steht seitdem unter Hausarrest. Kann ihr mithilfe einer Deradikalisierungstherapie der Schritt zurück in ein ‚normales‘ Leben gelingen?

Jüdisch in Europa, Teil 1 (Doku, D 2019)

Eine Erkundungsreise mit Alice Brauner und Yves Kugelmann

Die Filmproduzentin Alice Brauner und der Journalist Yves Kugelmann begeben sich in dieser zweiteiligen Arte-Dokumentation auf die Spuren jüdischen Lebens in Europa. An unterschiedlichen Orten besuchen sie Schriftsteller*innen, Unternehmer*innen, Kulturschaffende und Rabbiner*innen. Sie fragen nach den Wurzeln und dem Alltag von Jüd*innen, nach einem jüdischen Selbstverständnis und nach dem Wandel von jüdischen Gemeinschaften. Sie wollen aber auch von ihren Gesprächspartner*innen wissen, wie sie Tradition und Moderne in Einklang miteinander bringen und wie sie mit Diskriminierung und Bedrohung umgehen.

Zwischen Wahn und Wahrheit

Die Macht der Verschwörungstheorien

Sendung von ZDFinfo Doku vom 12.10.2020

Die Aktualität und Brisanz von Verschwörungserzählungen im Zuge der Corona-Pandemie reißt nicht ab. Für einen nicht zu unterschätzenden Bevölkerungsanteil machen sie die Wahrheit aus. Wann werden legitime Zweifel zu verschwörungsideologischen Fantasien und ab wann sind diese gefährlich?

Das schweigende Klassenzimmer (Film, D 2018)

30 Jahre Deutsche Einheit

Ein filmisches Stück Zeitgeschichte von Lars Kraume

Es ist Herbst 1956. Die zwei in der DDR lebenden Abiturienten Theo und Kurt erfahren vom Ungarn-Aufstand und möchten sich mit einer Schweigeminute solidarisch zeigen. Sie veranlassen darüber eine Abstimmung in der Klasse, wodurch diese unter Beobachtung durch die Kreisparteileitung gerät und die Mitschüler*innen einzeln verhört und bedroht werden. Es entsteht auch in ihrer Klasse ein Kampf um Demokratie...

Der Terror von Halle

Eine Stadt blickt zurück

Frontal21-Sendung vom 06.10.2020

Ein Jahr nach dem antisemitischen Anschlag von Halle auf eine Synagoge kommen in dieser Sendung Menschen zu Wort, die noch immer unter den Folgen des Attentats leiden. Während sich der rechtsterroristische Attentäter vor Gericht wegen zweifachen Mordes und 68-fachen versuchten Mordes verantworten muss, fragt die Sendung danach, wie Solidarität in einer Stadt gelingen kann, die mit dem Gedenken ringt.

Rechts. Deutsch. Radikal.

ProSieben Spezial-Sendung vom 28.09.2020

Der Journalist Thilo Mischke hat 18 Monate innerhalb rechter Netzwerke recherchiert. Er führt Gespräche mit Anhänger*innen rechter Bewegungen und analysiert die Szene. Seine Leitfrage lautet: „Ist unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung in Gefahr?“

unmute!

Der aktivierende Podcast von Gesicht Zeigen! (seit April 2020)

Julia und Franziska von Gesicht Zeigen! sprechen über Themen, die sie und die Gesellschaft bewegen: Hass im Netz, Rassismus, Antisemitismus, Frauenhass und Verschwörungsmythen – und was wir diesen menschenverachtenden Phänomenen entgegensetzen können. Sie zeigen mit persönlichen und aktivierenden Beispielen auf, wie wir selber Gesicht zeigen und uns „unmuten“ können. Aber hört selbst…

Jung & Naiv

Politische Interviews in vereinfachter Sprache

„Jung & Naiv“ ist ein regelmäßig ausgestrahltes Politmagazin, bei dem bekannte Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft interviewt werden. Zu den Gesprächspartner*innen gehören beispielsweise Sawsan Chebli, Sigmar Gabriel, Heiko Maas, Deniz Yücel und Aminata Touré.

Der Moderator Tilo Jung schlüpft für seine Interviews in die Rolle eines naiven jungen Mannes, der seinen Gästen sowohl persönliche als auch sachliche Fragen stellt. Die Fragen kommen dabei direkt und in einfacher Alltagssprache. Im Vorfeld der Sendung können die Zuschauer*innen ihre Fragen an die jeweilige Person stellen, die dann in die Interviews einbezogen werden. Die Interviewpartner*innen dürfen ihrerseits keine Fremdwörter benutzen und müssen Fachbegriffe erläutern. Grundsätzlich wird sich nur geduzt. Rund anderthalb bis zwei Stunden dauern die Interviews in meist locker wirkender Gesprächsatmosphäre.

Das Ziel eines solchen Interviewformats ist es, den Interviewten Aussagen zu entlocken, die sie in gewohnten Formaten, wie beispielsweise beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk, nicht tätigen würden.

Die Interviews können als Podcast oder als YouTube-Video bezogen werden.

Workin‘ Germany

Ein Instagram-Format zu Diversität und Empowerment

„Workin‘ Germany“ ist ein Instagram-Format, welches sich die Themen Empowerment, Intersektionalität und Diversität auf die Fahne geschrieben hat – nicht nur auf den Bereich der Arbeitswelt bezogen. Es verbindet berufliche Vielschichtigkeit mit gesellschaftsrelevanten Themen. Die zwei Hosts Sherry und Koku treffen Vertreter*innen aus unterschiedlichen Berufsfeldern und sprechen mit ihnen über das Arbeiten mit Behinderung oder Diskriminierung am Arbeitsplatz, aber genauso auch über jüdische Realitäten, muslimische Identitäten und die Lebenswelten von Sint*izze und Rom*nja. Damit trägt es seinem Credo nach mehr intersektionalem Bewusstsein in der deutschen Mehrheitsgesellschaft Rechnung – stets auf eine verbindende und sich stärkende Weise.

„Workin‘ Germany“ ist ein Angebot des bayerischen Rundfunks und erscheint wöchentlich mit neuen Video-Stories.

Mädelsabende

Insta-Stories zu Themen, die (nicht nur) junge Frauen interessieren

„Mädelsabende“ ist ein Instagram-Format, bei dem vier junge Menschen wöchentlich über ein bestimmtes Thema reden. Von Karriere und Selfcare über Tod & Trauer, Feiertage und Familienmodelle geht es auch um Themen wie Hass im Netz, Rassismus und Glaube. Die Insta-Videos, die auch auf funk.net abgerufen werden können, laden im Rahmen politischer Jugendbildung dazu ein, mit Berufsschüler*innen zu diversen Aspekten ihrer Lebenswelt ins Gespräch zu kommen.

datteltäter

Satire-Videos gegen Vorurteile und Rassismus

„Wir sind das Satire-Kalifat im Herzen der YouTube Szene“ – so bezeichnen sich die Datteltäter auf Instagram.

Die Datteltäter sind eine Gruppe von muslimischen und nicht-muslimischen jungen Menschen aus Berlin. Auf humoristische Weise spielen sie in ihren Videos mit ihrer Herkunft und ihrem kulturellen Hintergrund und nicht zuletzt auch mit den Vorurteilen ihrer Zuschauer*innen. So werden religiöse und kulturelle Konflikte in der Migrationsgesellschaft in Deutschland dargestellt und thematisiert.

Mit ihren satirischen Videos setzen sie sich zugleich gegen Intoleranz und Hate Speech im Internet ein.

Die Datteltäter erstellen jedoch nicht nur YouTube-Videos, sondern sie konzipieren auch Veranstaltungen. Ein Highlight ist die Wanderausstellung „Was‘ los, Deutschland!?“, die den deutschen Islamdiskurs behandelt und dabei die Themen Islamfeindlichkeit, Islamismus und Alltägliches aus dem Leben junger Muslim*innen aufgreift.

Die Ausstellung, die 11 Stationen aus verschiedenen Alltagsszenen umfasst sowie multimedial und jugendgerecht konzipiert ist, kann jederzeit gebucht werden. Weitere Infos dazu finden sich hier:  https://waslosdeutschland.info/

Terror gegen Juden

Deutschlandfunk-Sendung „Aus Kultur- und Sozialwissenschaften“ vom 23.07.2020

Antisemitische Straftaten nehmen seit einigen Jahren spürbar zu. Das hat nicht zuletzt der Angriff auf die Synagoge in Halle gezeigt. Nur ca. jede 5. Straftat wird angezeigt. Eine gefährliche Rolle spiele auch das Internet, mahnt der Antisemitismusbeauftragte des Landes Baden-Württemberg Dr. Michael Blume. Auch er stehe auf einer sogenannten Todesliste von Rechtsextremen. In seinem Buch „Terror gegen Juden: Wie antisemitische Gewalt erstarkt und der Staat versagt“ schildert Ronen Steinke den Alltag jüdischen Lebens in Deutschland und zeigt auf, was sich seitens des Staates ändern muss.

SINUS-Jugendstudie 2020 – Interview mit Marc Calmbach

Deutschlandfunk-Sendung „Aus Kultur- und Sozialwissenschaften“ vom 23.07.2020

In diesem Interview spricht Dr. Marc Calmbach, Direktor der Abteilung Sozialforschung am SINUS-Institut und Leiter der SINUS-Jugendstudie, über die Erkenntnisse der diesjährigen Studie, die im Juli veröffentlicht wurde. Neben Einblicken in die Durchführung der Studie gibt er Auskunft darüber, welche Werte den Jugendlichen besonders wichtig sind, welche Vorbilder sie haben, an welchen Lebensstilen sie sich orientieren und wie sie sich ihre Zukunft vorstellen. Im Vergleich zu der Jugendstudie von 2008 hätten Themen wie Diversity und Nachhaltigkeit, so betont er, merkbar an Bedeutung gewonnen. Die zwei „Megathemen“ der Jugend seien Migration und Klimawandel, wobei sie letzteren als „ihr“ Generationenproblem wahrnähmen. Welche Themen die Jugendlichen daneben noch beschäftigen, erfahrt Ihr im Interview.

JUGENDSTUDIE zeigt: Jugend ist problembewusst – Party & Fun stehen im Hintergrund

WELT Nachrichtensender vom 23.07.2020

Alle vier Jahre erforscht das SINUS-Institut unter der Leitfrage „Wie ticken Jugendliche?“ die Lebenswelten von 14- bis 17-Jährigen. Einige zentrale Ergebnisse der kürzlich veröffentlichten Jugendstudie präsentiert der WELT Nachrichtensender: Jugendliche sind zunehmend problembewusst und der Stellenwert von Party und Spaß hat abgenommen. Zu den Sorgen der Jugendlichen in der Corona-Krise und zu ihren Zukunftsvorstellungen spricht der Sender mit Dr. Marc Calmbach, dem Leiter der Studie.

SINUS-Jugendstudie 2020 - Wie ticken Jugendliche?

Lebenswelten von Jugendlichen im Alter von 14 bis 17 Jahren in Deutschland – bei der bpb neu erschienen

Zum vierten Mal legt das freie Forschungsinstitut Sinus eine Jugendstudie zur Altersgruppe der 14- bis 17-Jährigen vor. Die Studie ist im Angebot der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb als Buch oder kostenlos als ePub verfügbar: www.bpb.de/311857.

Mit 624 Seiten (PDF) nicht gerade eine „Nebenbei-Lektüre“, dafür aber eine Studie voller interessanter Ergebnisse zu den unterschiedlichen Lebenswelten Jugendlicher. Nach den drei grundlegenden Kapiteln über Werte, Lebenswelten der 14- bis 17-Jährigen sowie Alltagsleben und -erleben folgen die Themen Berufswahl, Schule, Gesundheit, Sport, Politik und am Ende noch ein Sonderkapitel zur Corona-Krise.

Wie immer anschaulich und mit vielen O-Tönen versehen – dies ist eine Stärke des qualitativen Studienansatzes – geht es z.B. im Kapitel „Politik“ um spontane Assoziationen Jugendlicher zu diesem Begriff, um wichtige Themen und Akteur*innen sowie um „die Welt der Politik“, die in Collagen dargestellt wird. Übrigens eine gute Methode auch für die Bildungsarbeit, wie die abgebildeten Collagen der Jugendlichen zeigen.

Politische Partizipation in Deutschland 2019

Erster „Weizenbaum Report“ zur Bedeutung digitaler Medien für das politische und soziale Engagement

Die repräsentative Studie der Forschungsgruppe Digital Citizenship der FU Berlin zum politischen und sozialen Engagement in Deutschland kommt mit nur 13 Seiten aus, um ihre zentralen Ergebnisse vorzustellen. Es geht um die Bedeutung digitaler Medien für das politische und soziale Engagement und die Einstellungen, die die Menschen hierzu haben. Diese Studie soll, gefördert vom BMBF, regelmäßig durchgeführt werden, um Entwicklungen bei der Digitalisierung von politischem und sozialem Engagement erfassen zu können.

Dies ist keine Jugendstudie, doch lässt es sich z.B. mit den Ergebnissen des Kapitels „Normen für die vernetzte Gesellschaft“ auch in unseren Projekten sehr gut arbeiten.  Die Liste der erhobenen „Normen für die vernetzte Gesellschaft“ umfasst:

  • auf Wahrheit in Nachrichten achten (85 %)
  • Informationen aus seriösen Quellen beziehen (75 %)
  • Hetze und Hass in Diskussionen entgegentreten (73 %)
  • auf Falschmeldungen hinweisen (68 %)
  • Diskussionen zu wichtigen politischen Themen mit eigenen Gedanken anstoßen (46 %)
  • Wissen über Politik mit anderen teilen (41 %)

Die Prozentzahlen geben die Zustimmung zu diesen Normen an und bieten so die Möglichkeit, eigene Befragungen oder Abstimmungen durchzuführen und mit diesen Ergebnissen zu vergleichen.

Berufsschulen in Hessen starten heute gut vorbereitet

Deutschlandfunk „Campus und Karriere“-Sendung vom 17.08.2020

In den meisten Bundesländern sind die Sommerferien zu Ende und auch die Berufsschüler*innen sind wieder zurück an ihren Ausbildungsplatz gekehrt. Wie gestaltet sich der Schulalltag unter den Corona-Schutzmaßnahmen? In diesem Kurzbeitrag wird der Schulstart an der Handwerkskammer Wiesbaden und der IHK Darmstadt begleitet.

Islamismusprävention in Deutschland

Akteure und Strukturen in Bund und Ländern

Diese Handreichung gibt einen anschaulichen Überblick über die Präventionsstrukturen im Bereich des Islamismus sowohl auf Bundes- als auch Landesebene. Sie stellt systematisch dar, wie die Präventionsarbeit organisiert ist, welche bundes- und landesweiten Programme aufgelegt wurden, wie Landes- und kommunale Ebene zusammenarbeiten und welche zivilgesellschaftlichen Akteur*innen in diesem Feld aktiv sind. Überblicksgrafiken helfen, die komplexe Struktur von Zuständigkeiten und Zusammenarbeit zu durchleuchten und schnell die passenden Ansprechpartner*innen zu finden. Politische Bildner*innen und Pädagog*innen erhalten mit dieser Publikation einen aktuellen Stand der Präventionsarbeit in Deutschland.

Lesetipp: „Generation Haram. Warum Schule lernen muss, allen eine Stimme zu geben“

von Melisa Erkurt (Zsolnay Verlag, 2020 / Buch: 20,00€, e-Book: 15,99€)

In dem am 15. August 2020 erschienenen Buch „Generation Haram. Warum Schule lernen muss, allen eine Stimme zu geben“ beschreibt die Journalistin und Lehrerin Melisa Erkurt eindrücklich, wie an Schulen Ungleichheitsverhältnisse produziert und verfestigt werden. Auch wenn sie sich auf das österreichische Bildungssystem bezieht, bieten ihre Beschreibungen und Analysen dennoch Erkenntnisse für den deutschen Kontext. Melisa Erkurt ist selbst als Kind migriert und kennt somit beide Seiten und Perspektiven – die eines migrantischen Kindes in einem fremden Bildungssystem und die einer Lehrerin. Diese Perspektiven ermöglichen ihr gerade auch die scharfe Kritik, die sie am System Schule formuliert: dieses müsse sich ändern und nicht die jetzigen „Verlierer*innen“ des Systems.

Das Buch ist allen zu empfehlen, die an Schulen arbeiten und sich einen Perspektivwechsel wünschen und die sich für die Perspektiven von Schüler*innen interessieren, deren Stimmen ansonsten oft überhört werden.

Abdelkratie

Demokratie humorvoll erklärt vom Comedian Abdelkarim

„Abdelkratie“ – das sind Demokratie-Häppchen in leicht verständlicher Form. Comedian Abdelkarim erklärt in 10 Folgen auf witzige Weise die Grundlagen der parlamentarischen Demokratie: Wer entscheidet in Deutschland? Wie funktionieren Wahlen? Was machen Parteien? Und was ist ein Rechtsstaat?

Seit dem 23. Mai 2020 gibt es wöchentlich einen kleinen Polit-Happen aus der „Abdelkratie“, die von der bpb in Auftrag gegeben wurde.

Auf Klo

Ein innovatives Talkformat zu feministischen und anderen Themen

„Ich geh‘ auf‘s Klo – kommst du mit?“ Viele Menschen kennen diesen Ausspruch. Denn als privater Rückzugsort bietet er sich auch an für persönliche Gespräche. Das dachten sich auch die Macher*innen des mittlerweile sehr beliebten Youtube-Kanals „Auf Klo“. Ihr Credo lautet: „Ein Klo. Zwei Frauen. Und endlich Zeit zu reden.“

Das Talkformat bietet einen sicheren Raum, in dem unterschiedliche Erfahrungen und Lebenssituationen besprochen werden können. Hier braucht man sich nicht zu schämen, sondern kann sich ernst unterhalten. Mit vielen feministischen Fragestellungen und Themen wird sich in diesem Kanal ernsthaft, unkompliziert und mit Humor auseinandergesetzt.

Spannend, um auch in gemischten Gruppen diverse Themen anzureißen.

Rechtsextreme und Hygienedemos

„Entwicklung auf politischer Seite nicht rechtzeitig prognostiziert“

Deutschlandfunk-Sendung vom 24.05.2020

Bernd Wagner, Gründer der Neonazi-Aussteiger*innen-Organisation „EXIT-Deutschland“, beklagt im Interview, dass sich auf politischer Ebene zu wenig mit den Protesten der Kritiker*innen der Corona-Einschränkungen auseinandergesetzt werden würde. Er mahnt, dass diese Entwicklung hätte schon eher erkannt werden können. Extrem Rechte würden gezielt sogenannte Hygienedemos für ihre politischen Zwecke vereinnahmen.

Das Kruzifix-Urteil

Wenn der Staat Religion und Freiheit vereinbaren muss

Deutschlandfunk-Sendung vom 16.05.2020

Im Kruzifix-Beschluss 1995 urteilte das Bundesverfassungsgericht, dass es keine Verpflichtung zum Anbringen von Kruzifixen in Klassenzimmern geben dürfe. In Bayern sorgte das Urteil für heftige Kritik. Und auch heute, 25 Jahre nach dem Beschluss, ist das Verhältnis von Staat und Religion nicht kontroversenfrei.

Migrantenparteien- und Initiativen

Der Kampf für die Vielfalt politischer Perspektiven

Deutschlandfunk-Sendung vom 17.05.2020

Auch wenn fast jede*r vierte Bundesbürger*in einen sogenannten Migrationshintergrund hat, ist diese Realität längst nicht in der Politik abgebildet. Im Bundestag haben nur acht Prozent eine Zuwanderungsgeschichte. Um das zu ändern, setzen sich verschiedene Initiativen, Vereine und Migrant*innenparteien für eine größere Repräsentanz in der Politik ein.

Das Heilige Grab Jesu Christi

Ein ewiger Streit

NDR-Sendung

Sechs christliche Glaubensgemeinschaften teilen sich die Kirche vom Heiligen Grab in Jerusalem: Griechisch-Orthodoxe, Katholik*innen, Armenier*innen, Kopt*innen, Syrisch-Orthodoxe und Äthiopier*innen. Die unterschiedlichen Gebetszeiten, die räumliche Aufteilung der Kirche und ihr religiöses Zusammenleben sind fest geregelt. Dennoch kommt es immer wieder zu Konflikten.

Die Sendung ist bis zum 09. Juli 2020 auf Arte.tv verfügbar.

„Religion als Faktor der Radikalisierung?“

Erkenntnisse aus Erziehungswissenschaften, Sozialpsychologie, Soziologie, Theologie und Radikalisierungsforschung

Podcast-Reihe des Forschungsnetzwerkes Radikalisierung und Prävention (FNRP)

Die Podcast-Reihe stellt die zentralen Ergebnisse aus zwei Jahren Projektlaufzeit von „Religion als Faktor der Radikalisierung“ vor. Dabei geht der Podcast der Frage nach, welche Rolle Religion bzw. Religiosität bei radikalisierten und radikalisierungsgefährdeten Jugendlichen spielt. In den einzelnen Folgen werden u.a. Fragen zu den Entstehungsgründen des Forschungsprojektes, zu den Radikalisierungsbedingungen junger Menschen in Deutschland und zur Rolle der Radikalisierungsprävention in Gefängnissen beantwortet.

Die Podcast-Folgen können sowohl im Audio- als auch Text-Format abgerufen werden.

„…man denkt immer sofort an Islamismus“

Islamfeindlichkeit im Jugendalter

Zwischen 2017 und 2018 wurden Jugendliche und junge Erwachsene an verschiedenen allgemeinbildenden und beruflichen Schulen im sowohl städtischen als auch ländlichen Raum Nordrhein-Westfalens in lebensgeschichtlichen Interviews und anhand von Fragebögen zu ihrer Einstellung zum Islam und zu Muslim*innen befragt. Damit wollte das Forschungsteam der AG „Migrations- und Ungleichheitsforschung“ auch herausfinden, wie weit verbreitet islamfeindliche Positionen sind und welcher Zusammenhang zu soziostrukturellen Bedingungen besteht.

Die Inhalte der Studie sind:

  • Begriffsklärung Islamfeindlichkeit vs. antimuslimischer Rassismus
  • Islamfeindlichkeit als Ideologie der Ungleichwertigkeit
  • Analyse des Islamdiskurses im Jugendalter am Beispiel unterschiedlicher Kategorien, wie bspw. Geschlecht und Religions- und Glaubenspraxis
  • Ziel: Entwicklung von Ansatzpunkten für die schulische und außerschulische Bildungsarbeit zur Prävention und Bekämpfung von Islamfeindlichkeit

Aspekte von Radikalisierungsprozessen

Fallgestützte Studien

Der Sammelband des Forschungsnetzwerkes Radikalisierung und Prävention (FNRP) an den Universitäten Osnabrück und Bielefeld erörtert die Bedeutung von Religion in Radikalisierungsprozessen bei jungen Menschen. Er zeigt anhand mehrerer Fallstudien auf, inwieweit Messenger-Dienste wie Telegram und WhatsApp ein Vehikel der Radikalisierung darstellen, inwiefern Radikalisierung der Konstruktion religiöser Identitäten dient und in welcher Weise Takfīr und Fitna in der Onlinekommunikation verhandelt werden. Die empirischen Fallanalysen werden durch Vergleichsstudien zur Funktion von islamistischen Bildmedien auf Facebook und durch einen Beitrag zur Deradikalisierungsarbeit in Justizvollzugsanstalten abgerundet.

Konfliktkultur!?!

Anregungen zum Umgang mit Othering und Anfeindungen

Der inhaltliche Fokus dieser Handreichung liegt auf dem Schaffen einer konstruktiven Konfliktkultur, durch die ein Ansprechen von Problemen, ein Thematisieren von Rassismus und ein offener Umgang mit eigenen Fehlern und Vorurteilen möglich wird. Die Handreichung ist aus den Erfahrungen in der Praxis entstanden und bietet durch viele Zitate von Workshop-Teilnehmer*innen konkrete Einblicke in die Beratungs- und Bildungsarbeit. Anhand der Zitate und der daraus abgeleiteten Handlungsstrategien wird deutlich, wie notwendig die Zentrierung von Betroffenenperspektiven in der Bildungsarbeit ist. Durch sie findet eine Sensibilisierung für Othering-Mechanismen statt.

Die Handreichung bietet einen kompakten Zugang zum Thema „Menschenrechte“ und schafft somit die Grundlage, um mit ihnen als Bezugsrahmen politische Bildungsangebote zu gestalten.

Praxisinfo. Corona-Pandemie und rechtsextreme Onlinepropaganda

Verschwörungstheorien, Hasskampagnen und rechtsextremes Framing

Die jugendschutz.net-Broschüre informiert über die Social-Media-Strategien der extremen Rechten, wie sie sich die Corona-Pandemie und die damit vielfach verbundene Verunsicherung zunutze macht. Es werden die gängigsten Verschwörungstheorien analysiert und aufgezeigt, inwiefern extrem Rechte durch diese versuchen, gesellschaftliche und politische Diskurse hin zu ihren Gunsten zu verschieben. Ebenso die Maßnahmen der Plattformbetreibenden als auch weitere Gegenmaßnahmen werden vorgestellt.

JuRe Faltblatt

JuRe Flyer

Ein Handout mit einer Zusammenfassung der wichtigsten Informationen über JuRe. Hier zum Download als PDF ...

KARAKAYA TALK

Eine Talkshow zu Pop, Politik und (nicht nur) Jugendthemen

KARAKAYA TALK ist ein wöchentlich erscheinendes Talkshow-Format, in dem Gastgeberin Esra Karakaya Menschen aus verschiedenen Communitys auf einen Çay einlädt, um mit ihnen in geselliger Küchentischatmosphäre über Themen wie Rassismus, Queer-und-Muslimischsein, den Hijab und Protestformen, aber auch über Lifestyle und Gesundheit zu reden. Dabei achtet das Funk-Medienangebot auf eine größtmögliche Diversität der Gäste, um denjenigen Menschen, die auch heute noch unterrepräsentiert sind in der deutschen Medienlandschaft eine Stimme mit größerer Reichweite zu geben. Humorvoll, scharfsinnig und empowernd – das ist KARAKAYA TALK, der für den Grimme-Preis 2020 nominiert ist.

MrWissen2go

Allgemeinwissen präsentiert von Mirko Drotschmann

Der Vlogger Mirko Drotschmann beschäftigt sich mit aktuellen politischen und gesellschaftlichen Themen und verpackt diese als Basiswissen in kleine YouTube-Videos. Er versucht vor allem, komplexe öffentlichkeitsrelevante Thematiken möglichst auch für ein jüngeres Publikum verständlich darzustellen. Seine Videos können dabei helfen, schulischen Stoff im Bereich Politik und Geschichte zu verstehen. Sie eignen sich ebenso für diejenigen, die Deutsch als zweite Fremdsprache ab dem Niveau B2 beherrschen. Speziell für die Abi-Prüfungen zu Corona-Zeiten im Fach Geschichte hat er eine Liste an relevanten Themen-Videos zusammengestellt.

Verschwörungstheorien - Darum sind sie gefährlich

WDR-Sendung vom 20.04.2020

Diese Sendung zeigt auf, dass Verschwörungstheorien keine „harmlose Spinnerei“ sind, sondern dass mit ihnen auch Politik gemacht wird. Sie gibt Antwort darauf, was Verschwörungstheorien kennzeichnet und ob sie eine Gefahr für die Demokratie darstellen.

Falschmeldungen zu COVID-19

Der Boom der Corona-Verschwörungstheorien

Deutschlandfunk-Sendung vom 16.04.2020

Fake News und Verschwörungstheorien haben in der Coronakrise Konjunktur. Mal sind chinesische Labore für den Ausbruch des Erregers verantwortlich, mal US-Forscher*innen. Ein Grund für die zunehmende Verbreitung von Falschmeldungen sei der Kontrollverlust durch das Virus. Dieses Radio-Feature deckt bekannte Verschwörungstheorien auf und erklärt, welche Gegenmaßnahmen notwendig sind.

Beten in Corona-Virus-Zeiten

Forum am Freitag-Sendung vom 20.03.2020

Wie gehen Muslim*innen mit dem Corona-Virus um? Üblicherweise beten sie beim Freitagsgebet eng nebeneinander, doch derzeit sind die Moscheen geschlossen. Abdul-Ahmad Rashid ist unterwegs in der muslimischen Community in Darmstadt.

Linksammlung zur politischen Bildung in Corona-Zeiten

Durch die Covid-19-Pandemie erlebt die ganze Welt derzeit eine noch nicht dagewesene Ausnahmesituation. Auch für die politische Jugendbildung, die aus gutem Grund vor allem auf Präsenzseminare setzt, ist das eine Herausforderung. Auf dem JuBi-Blog von ARBEIT UND LEBEN wird mit einer Linksammlung auf nützliche Tipps, spannende Informationen und wertvolle Denkanstöße verwiesen.

Das Mädchen Wadjda (Film)

Ein berührender Film (2012) der ersten saudi-arabischen Regisseurin Haifaa Al Mansour

Wadjda ist zehn, lebt mit ihrer Mutter in Riad und träumt von einem eigenen Fahrrad. Doch in Saudi-Arabien gilt das Fahrradfahren für Frauen als unschicklich. Doch Wadjda, die unter ihrer Abaya Jeans und Turnschuhe trägt, gibt ihren Traum nicht auf und nimmt an einem Koran-Rezitationswettbewerb teil, um sich von dem Preisgeld ein Fahrrad zu kaufen. Der Film gewann mehrere internationale Preise und ist noch bis zum 29. Juni 2020 online auf Arte zu sehen.

Aktuelle Begriffe, Akteur*innen und Trends salafistischer (Online-) Diskurse

Die zentralen Ergebnisse der Studie „ABAT Online-Salafismus“ (2019) des Zentrums für angewandte Deradikalisierungsforschung wurden als Handreichung für Praktiker*innen der Radikalisierungsprävention zusammengefasst. Die Handreichung gibt Aufschluss darüber, wer die relevanten Akteur*innen sind, wie sie kommunizieren und welche Begriffe und Narrative sie zur Rekrutierung neuer Anhänger*innen verwenden. Sie liefert wertvolle Anregungen, wie Aktive im Feld der Präventionsarbeit am besten darauf reagieren.

Wer hat, dem wird gegeben: Politische Bildung an Schulen

Die Studie „Wer hat, dem wird gegeben: Politische Bildung an Schulen“ (2019) von Sabine Achour und Susanne Wagner stellt eine Bestandsaufnahme der Bedeutung und des Umfangs politischer Bildung an Schulen dar. Eine empirische Erhebung in Form einer bundesweiten Befragung von 3.378 Schülerinnen und Schülern von allgemeinbildenden und beruflichen Schulen ab der 9. Jahrgangsstufe klärt den Umfang politischer Bildung an Schulen, verbunden mit der Frage, welchen Stellenwert Angebote der politischen Bildung und die Demokratiebildung für die Schülerinnen und Schüler haben.

Ziel der Studie ist neben einer Bestandsaufnahme, die Weiterentwicklung politischer Bildung an Schulen, indem Handlungsempfehlungen zur Stärkung der politischen Bildung gegeben werden.

Wimmelbild ZUKUNFT

Anhand des Wimmelbilds ZUKUNFT lässt sich der Leitfrage „Wie sieht ein gutes Leben für alle aus?“ nachgehen. Es lädt ein zur Auseinandersetzung mit Nachhaltigkeitsthemen, gesellschaftlichem Wandel und Utopien. Dabei lassen sich auf dem Bild auch religiöse Bezüge finden, sodass das Bild eine anregende Diskussionsgrundlage liefert für die Frage „Wie sieht ein gutes multireligiöses Zusammenleben aus?“. Das Poster kann im DIN A1- oder DIN A0-Format bestellt oder direkt online durch die vielfache Zoomfunktion eingesehen werden.

Online-Lebenswelten als Orte der Radikalisierung

Hate Speech in islamistisch, türkisch- und russisch-nationalistisch geprägten Online-Szenen

Die Broschüre gibt Aufschluss über drei Communities (rechtsextreme Russlanddeutsche, Islamisten und deutsch-türkische Nationalisten), die selber Rassismuserfahrungen machen, gleichzeitig aber auch Hass im Netz und Ungleichwertigkeitsvorstellungen verbreiten. Diese Tatsache ist bisher noch relativ wenig in der Pädagogik und außerschulischen Präventionsarbeit beachtet worden. Aus diesem Grund analysiert die Broschüre diese drei größten Gruppen der Online-Radikalisierung und untersucht deren Ideologien, Feindbilder, Narrative und Online-Propaganda. Darüber hinaus gibt sie wertvolle Handlungsempfehlungen für die Praxis.

Haltung zeigen! — jetzt erst recht

Bildungsmaterialien für Demokratie, Anerkennung und Vielfalt

In der Broschüre „Haltung zeigen! — jetzt erst recht. Bildungsmaterialien für Demokratie, Anerkennung und Vielfalt“, die in der Vielfalt Mediathek zu bestellen oder herunterzuladen ist, finden sich unterschiedliche und vielfältige Bildungsmaterialien für Multiplikator*innen der Jugend- und Bildungsarbeit zu den Themen:

  • Rassismus und für Empowerment
  • Handlungsstrategien und Argumentationshilfen gegen rechts
  • Diskriminierungsfreie Pädagogik in der Vor- und Grundschule
  • Primärer und sekundärer Antisemitismus
  • Unterstützungsangebote für Multiplikator*innen in der Geflüchtetenarbeit
  • Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt
  • Religiöser Fundamentalismus
  • Hate Speech

Die Broschüre stellt ein Fundus an Wissen und Erfahrungen von Projekten dar, die in verschiedenen Bereichen der politischen (Jugend)Bildung tätig sind und für Demokratie und gegen Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit arbeiten. Sie umfasst Projektvorstellungen, Hintergrundinformationen sowie Übungen und Hilfen für die Praxis.

Islamismus im Netz

Aktueller Bericht wurde von Ministerin Giffey am 02.04.2019 im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt.

 „Im Jahr 2018 dokumentierte jugendschutz.net im Themenfeld Islamismus 649 Fälle (2017: 786) mit insgesamt 872 Verstößen (2017: 1.547). Meist wurden Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen, z. B. vom "Islamischen Staat" verbreitet. Erfolge konnte jugendschutz.net durch gute Kontakte zu den Globalen Playern verzeichnen: Löschung von Verstößen bei YouTube 99%, Facebook 82%, Instagram 98%.“ (Quelle:  PDF)

Begriffswelten Islam

Zur gleichlautenden Webvideo-Reihe der bpb ist nun auch eine Handreichung mit Unterrichtsmaterialien erschienen. Die Publikation ist vorwiegend für den schulischen Unterricht ab Sekundarstufe 1 gedacht. Zu den acht Begriffen, die in der Webvideo-Reihe vorgestellt werden, finden sich Vorschläge für schulische Unterrichtseinheiten von 45 bis 90 Minuten.

Meinung:

Die Handreichung folgt didaktisch einem Fachdiskurs und formuliert folgerichtig „inhaltsbezogene Kompetenzerwartungen“ an die Schülerinnen und Schüler.

Für die außerschulische politische Jugendbildung lassen sich hier sicherlich einzelne Anregungen finden. Die Erläuterungen zu den Begriffen sind religionswissenschaftlich und historisch Im übrigen scheinen manche methodischen Vorschläge hier deutlich sinnvoller aufgehoben zu sein, als in einem Unterrichtsgeschehen.

18. Shell Jugendstudie „Jugend 2019“

Im Oktober ist die aktuelle 18. Shell Jugendstudie „Jugend 2019“ erschienen. Besonders spannend sind aus JuRe-Sicht die Ergebnisse zur politischen Meinungsbildung sowie zu den Einstellungen zu Politik, Demokratie und gesellschaftlicher Vielfalt bei den 15- bis 25-Jährigen.

Wer nicht die ganze Studie lesen möchte oder kann, findet auf der Website zur Studie einen Download mit einer Zusammenfassung der zentralen Ergebnisse. Außerdem gibt es dort Videos mit Statements der Macherinnen und Machern der Studie und Podcasts mit Mirko Drotschmann: https://www.shell.de/ueber-uns/shell-jugendstudie.html

Antidiskriminierung, Rassismuskritik und Diversität

Im Juli 2019 erschienen ist eine spannende Box zum Themenfeld „Antidiskriminierung, Rassismuskritik und Diversität - 105 Reflexionskarten für die Praxis“ im BELTZ JUVENTA Verlag.

Die Inhalte der Box wurden von IDA e.V. entwickelt. Als Autoren stehen Eden Mengis und Ansgar Dücker auf dem Cover.

Die Karten sollen insbesondere in der pädagogischen Arbeit mit Gruppen (ab 14 Jahren) eingesetzt werden, um über die Themen Diskriminierung, Rassismus und Diversität ins Gespräch zu kommen. Ein beiliegendes Booklet gibt Tipps zum pädagogischen Arbeiten mit den Karten und Erläuterungen von Fachbegriffen. Hinweise auf weiterführende Literatur und Ansprechpartner in diesem Themenfeld fehlen ebenfalls nicht.

Mehr dazu hier:  https://youtu.be/A2embq7IL1Y

Toolbox Religion

Interreligiöse Kompetenz für internationale Jugendbegegnungen und Jugendreisen 

Religiöse Vielfalt ist auch bei internationalen Jugendbegegnungen und -reisen ein wichtiges Thema. Die digitale Serviceplattform der Fachstelle für Internationale Jugendarbeit in Deutschland e.v (IJAB) hat zur Förderung der interreligiösen Kompetenz die entsprechende Toolbox entwickelt und aktualisiert sie ständig.

Hier werden die drei großen Religionen Christentum, Islam und Judentum aus der Innensicht von Gläubigen vor- und dargestellt. Das sollte man bedenken.

Die Informationen sind aber gut aufbereitet und man kann sich über die Aspekte schnell informieren, die einen gerade interessieren.

Was bedeutet RADIKAL?

Handreichung zur Unterrichtsreihe „Was bedeutet RADIKAL?“ Thematisierung von Radikalisierungsmotiven

Der Deutsche Volkshochschulverband (dvv) ist wie der BAK AL einer der bundesweiten Träger politischer Jugendbildung und beteiligt sich am Nationalen Präventionsprogramm.

Das ist der Projekthintergrund für die Handreichung, die systematisch und didaktisch gut aufbereitet eine entsprechende Unterrichtsreihe zur Thematisierung von Radikalisierungsmotiven mit jungen Leuten enthält.

Hier der Link zum Download des PDF:

Das Religiöse ist politisch

Die Arbeitsgemeinschaft katholisch-sozialer Bildungswerke in der Bundesrepublik Deutschland e.V. (AKSB) hat im Rahmen ihres Projektes „Religionssensible politische Bildungsarbeit“ einen Sammelband zum Religionsdiskurs als Thema der politischen Bildung herausgebracht.

Im Klappentext heißt es:

„Religiöse Vielfalt ist ein Kennzeichen moderner Gesellschaften. Ihre Anerkennung verbunden mit dem Schutz der individuellen Religionsfreiheit von Menschen gilt als Wesensmerkmal eines an Demokratie und den Menschenrechten orientierten gesellschaftlichen Zusammenlebens. Und doch wird religiöse Vielfalt immer wieder in der öffentlichen Wahrnehmung problematisiert und als Erklärung für gesellschaftliche Konflikte instrumentalisiert. Religiöse Einstellungen und der Umgang mit religiöser Vielfalt sind auch für junge Menschen Thema, das zeigen nicht zuletzt die Ergebnisse der jüngsten Shell-Jugend-Studie zu Identität und Religion im Jugendalter.“

Kalender der Vielfalt

Eine Zusammenstellung von Tagen und Zeiten im Jahr, die besonders wichtig sind. Hier zum Download als PDF ...

Anlaufstellen deutschlandweit finden

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