Jugend und Religion (JuRe)

Politische Jugendbildung an Berufsschulen

Das Zusammenleben in unserer Gesellschaft ist in vielen Bereichen durch Vielfalt und Verschiedenheit gekennzeichnet. Sie entstehen durch unterschiedliche Identitäten und Zugehörigkeiten von Menschen in einer Gesellschaft. Gerade junge Menschen, die in besonderer Weise auf der Suche nach Identität und Zugehörigkeit sind, profitieren von solch einer Vielfalt und davon, unter mehreren Angeboten auswählen zu können. Dies stellt sie aber auch vor die Herausforderung von Entscheidungen und Stellungnahmen, bei denen sie mitunter Unterstützung brauchen. Beide Aspekte gehören zum Vorhaben JuRe.

JuRe – das Kürzel für unser Vorhaben „Jugend und Religion. Politische Jugendbildung an Berufsschulen“ steht für ein besonderes Angebot der politischen Jugendbildung von ARBEIT UND LEBEN. Es geht um den Umgang mit Vielfalt und Diversität in den Lebenswelten junger Berufsschülerinnen und -schüler. Im Mittelpunkt stehen die Aspekte Zusammenleben, Demokratie, Weltanschauungen und Religionen.

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Aktuell

27.11.2019 – JuRe Expertise-Workshop: Nahostkonflikt und Antisemitismus in der Jugendarbeit: gefühlte Wahrheiten, empirische Befunde, praktische Vorschläge, Referentin:  Dr.in Christina BRÜNING, Universität Potsdam / BAK AL – Wuppertal, 9:00 – 16:00 Uhr

In diesen bewegten Zeiten ist eine Veranstaltung zum Umgang mit Nahostkonflikt und Antisemitismus unter Jugendlichen mehr als angebracht. In In diesem Workshop wollen wir die theoretischen Grundlagen und Differenzierungen von verschiedenen Erscheinungsformen des Antisemitismus näher beleuchten. Eingeladen sind neben den Fachkräften der politischen Jugendbildung auch Respekt Coaches und andere Fachkräfte im Programm „Respekt Coaches“.

pdfHier geht es zur Ausschreibung mit dem Anmeldelink ...

23.10./18.11.2019: ARBEIT UND LEBEN moderiert zwei Workshops für Respekt Coaches in Berlin und Frankfurt

Im Rahmen der beiden Herbst-Workshops „Zielgruppenspezifische Methoden im Programm Respekt Coaches“ der Fachstelle JMD Respekt Coaches in Berlin und Frankfurt gestalten Teile des JuRe-Teams die Workshops:

  • Respekt Coach an Berufsschulen – Herausforderungen und mögliche Vorgehensweisen
  • Niedrigschwellige Methoden der politischen Bildung/ Demokratiebildung – Einführung in die methodische Arbeit mit Schülerinnen und Schülern mit besonderem Bedarf

01.09.2019 – Neue JuRe-Broschüre als Printexemplar verfügbar / BAK ARBEIT UND LEBEN. Wuppertal

Gerne senden wir Interessierten die neue JuRe-Broschüre zu. Das Vorhaben JuRe wird in seiner Struktur und seinen wesentlichen Anliegen erläutert und zentrale Etappen des gemeinsamen Expertiseaufbaus im Jahr 2018 sind in der Broschüre dokumentiert.

Mehr auf unserer Seite „JuRe-Infothek“ ...

POLIS 2/2019: Beitrag zur gelingenden Kooperation von Schule und außerschulischer politischer Jugendbildung im Programm „Respekt Coaches“  

Im aktuellen Heft der Fachzeitschrift POLIS der Deutschen Vereinigung für Politische Bildung e.V. (DVPB) haben Adrian de Souza Martins, Respekt Coache des Jugendmigrationsdienstes Berlin-Neukölln (IB) und die Lehrerin und Lehrbeauftragte für Politikdidaktik an der FU Berlin, Dr.in Gabi Elverich einen Erfahrungsbericht über das Zusammenwirken von Schule und außerschulischer politischer Jugendbildung am Beispiel der Neuköllner Fritz-Karsen-Schule. Der Beitrag, der als PDF mit Einverständnis der Herausgeber, auf unserer Infothek-Seite bereitsteht, beleuchtet zunächst die grundsätzliche Situation politischer Bildung an Schulen und die Möglichkeiten von Politiklehrerinnen und -lehrern mit außerschulischen Akteuren der politischen Bildung im Bereich der Demokratiebildung zusammenzuarbeiten.  

Der Artikel reflektiert insbesondere die organisatorischen und strategischen Herausforderungen, die ein Kooperation zwischen Schule und außerschulischer Bildung mit sich bringen. Dann werden aus den Aktivitäten an der Fritz-Karsen-Schule konkrete Praxis- und Entwicklungsbeispiele genannt, die das dortige Zusammenspiel beider Partner beschreiben.

Ein Fazit des Autorenteams lautet: „Die Arbeit der Respekt Coaches, die an die Schulsozialarbeit angedockt und auf Fragen der Demokratieentwicklung spezialisiert sind, leistet wichtige Unterstützungsarbeit für die Entwicklung dauerhafte [sic!] Kooperationskonzepte, indem sie Kontakte herstellen und zwischen den Ansprüchen der jeweiligen Bereiche vermitteln.“

Hier geht es zum Artikel ...

03.07.2019 / 11.07.2019 – Zwei aktuelle Studien zu Hate Speech (IDZ Jena) und zur religiösen Vielfalt und politischen Kultur in Deutschland (Bertelsmann Stiftung)

Ganz aktuell sind zwei Studien erschienen, deren Ergebnisse für die Arbeit im Vorhaben JuRe von Bedeutung sind.

Am 3. Juli stellte das Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft (IDZ) in Jena die Ergebnisse einer repräsentativen Onlinebefragung zu Hate Speech im Netz vor. Befragt wurden über 7.300 Personen zwischen 18 und 95 Jahren. „Jede/r zwölfte Teilnehmende (8% der Befragten) war bereits persönlich von Hate Speech im Netz betroffen.“ Am häufigsten Opfer werden junge Leute zwischen 18 und 24 Jahren (17 %) und Menschen aus Einwandererfamilien (14%). Unter den Jüngeren geben 75 % an bereits Hasskommentare im Netz wahrgenommen bzw. beobachtet zu haben (alle Befragten: 40 %). Mehr zur Studie und zum Download: hier.

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03.06.2019 – Verleihung des bap-Preis Politische Bildung 2019 in Berlin

„Wir müssen reden!“ – Über gesellschaftlichen Zusammenhalt sprechen: vor Ort – offen – mit allen

© istockphotos, ellagrin© istockphotos, ellagrinDer Bundesausschuss Politische Bildung (bap) ist der Zusammenschluss der bundesweiten Träger der politischen Bildung, der unter der Überschrift „Wir müssen reden!“ unterschiedliche Akteure aufgefordert hat, Ideen, Konzepte und Projekte zur Förderung der öffentlichen Gesprächs- und Debattenkultur einzureichen.

Zusammengekommen sind insgesamt 142 Ideen für mehr Gesprächsfähigkeit und Diskussionsbereitschaft im gesellschaftlichen Raum, aus denen eine Jury drei Preisträger auswählen musste und einen Sonderpreis vergeben hat.

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Vorschau

08.-10.11.2019 – Teach-the-Teachers-Workshop: Politik, Demokratie und Vielfalt – Alles (k)ein Thema in Berufsschulen?!, Berlin

Zum zweiten Mal veranstaltet JuRe einen TtT-Workshop, bei dem Berufsschülerinnen und -schüler ihre Expertise und Erfahrungen an Fachkräfte der politischen Jugendbildung und Respekt Coaches weitergeben. Ein Moderationsteam sorgt für einen spannenden Austausch.

Beim Auftakt am Freitagabend wird es u.a. eine Begegnung mit einem Vertreter des interreligiösen Projektes „House of One“ geben. Am Sonntagvormittag ist ein Meetup mit Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartnern aus den Bereichen Politik und Medien geplant.

Die Veranstaltung ist bereits ausgebucht!

30.10. 2019 – BBS Celle: Workshop zum Thema Identität, Zugehörigkeit und Zukunft / HotSpot Niedersachsen

Kennenlernangebot und Teambuildingmaßnahme für neue Klassen

24.10. 2019 - BBS Celle: Workshop zum Thema Identität, Zugehörigkeit und Zukunft / HotSpot Niedersachsen

Kennenlernangebot und Teambuildingmaßnahme für neue Klassen

23.10. 2019 – BBS 7 Hannover: Workshop zum Thema Identität und Umgang mit Diversität im Alltag / HotSpot Niedersachsen

Kennenlernangebot und Teambuildingmaßnahme für neue Klassen

21.10. 2019 – BBS Braunschweig: "Zusammenleben in einer vielfältigen Gesellschaft" / HotSpot Niedersachsen

Fortsetzung einer Workshop-Reihe an der Otto-Bennemann-Schule

Rückblick

05.09.2019 – 3. Workshop zu „Identität und Vorurteilen“ an der BS 02 vom AL-HotSpot Hamburg

In Berufsschulen haben die ersten Wochen als Klassengemeinschaft eine große Bedeutung, wenn es um die Entwicklung eines guten Klimas und den Aufbau von gegenseitigem Respekt, Anerkennung und Zusammenhalt geht.

Der Fokus des WSs lag deshalb auf der Auseinandersetzung mit der eigenen Identitätsentwicklung und den persönlichen Erwartungen gegenüber neuen Menschen. Weitere Themen waren „Heimat“ und das Spannungsfeld der (Mehrfach-) Zugehörigkeit.

27./28.08.2019 – „Alle anders, alle gleich?!“ - #diversitiy challenge Vorbereitungstage mit TGBBZ Saarbrücken, HotSpot Saarland

Der JuRe-HotSpot Saarland hat die Vorbereitungstage in Klassen des TGBBZs begleitet. Vorbereitet und ausgewertet wurde ein Erlebnistag im Klettergarten. Was haben die Schülerinnen und Schüler über sich selbst erfahren, was über die Gruppe und das Zusammenarbeiten im Klettergarten? Für das Teambuilding innerhalb der Klasse zu Beginn des neuen Schuljahres waren dies wichtige Erfahrungen, auf denen die Arbeit von Respekt Coach und politischer Jugendbildung in Zukunft aufbauen kann. AL Saarland führte dieses Angebot in Kooperation mit dem Respekt Coach Andreas Matheis, Caritas Saarbrücken durch.

 19.-23.08.2019 – Workshop-Tage an der BS 02 Hamburg / HotSpot Hamburg

Initiiert von den Respekt Coaches des CJDs hat der JuRe-HotSpot Hamburg Workshop-Angebote für mehrere Klassen zu Beginn des neuen Schuljahrs durchgeführt. Es folgt noch ein WS am 05.09., bei dem auch Filmaufnahmen entstehen werden.

Ein Erfahrungsbericht folgt in Kürze…

16.-18.09.2019 – „Religion, Rassismus, Extremismus „: Train the Trainer-Seminar II, Blieskastel-Niederwürzbach / HotSpot Saarland

Das Seminar wandte sich an Fachkräfte und Respekt Coaches in der Primärprävention an Schulen. Es war der zweite Durchlauf dieses Formates im Saarland und wurde gemeinsam vom HotSpot Saarland (Bildungswerk Saarland ARBEIT UND LEBEN e.V.) und „Yallah – Salafismusprävention im Saarland“ durchgeführt.

pdfDas Programm gibt es hier….[PDF-Download]

16.07.2019 Workshop „Walk & Talk“ / BSZ Schwandorf / HotSpot in Bayern

Teambuilding und Vertrauensaufbau durch erlebnispädagogische und handlungsorientierte Methoden in der Natur und Umgebung von Schwandorf. Einstieg in einen weiterführenden Präventionsprozess mit einer neuen Gruppe von Schülerinnen und Schülern.

Walk-Talk Schwandorf 2 201905
Walk-Talk Schwandorf 1 201905

Fotos: © Sylvia Sollfrank, Schwandorf (RC)

03.07.2019 – SAFE THE DATE / EINLADUNG: „Hasskriminalität als Herausforderung für die Primärprävention in der politischen Jugendbildung“

mit Dr. Daniel GESCHKE, IDZ Jena
JuRe-Expertise-Workshop in Erfurt / 9:00 bis 16:00 Uhr / Jugendbüro „filler“, Schillerstr. 44, 99096 Erfurt

In dem didaktisch hervorragend aufbereiteten Workshop machte Dr. Daniel Geschke vom IDZ Jena deutlich, dass der Begriff „Hasskriminalität“ im Wesentlichen vorurteilsbedingte Haltungen und Straftaten gegenüber bestimmten Bevölkerungsgruppen meint. Das vor allem in den USA wissenschaftlich entwickelte Phänomen ist dort auch strafrechtlich relevant: als hatecrime klassifizierte Straftaten werden dort mit einem doppelt so hohen Strafmaß belegt wie die Straftat an sich.

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28.06.2019 - Interkulturelles Training für Auszubildende der HHLA in Kooperation mit der Mobilitätsagentur AuL Hamburg – HotSpot Hamburg

In Kooperation mit dem Austauschprogramm Erasmus+ wurden Auszubildende der HHLA auf Situationen während eines möglichen Praktikums im Ausland vorbereitet. Dazu gehörte auch, sich seiner eigenen kulturellen Prägungen bewusst zu werden und zu verstehen, wie diese unsere Sicht auf die Dinge beeinflussen.

19.06.2019 Living Library am Technischen Berufskolleg in Solingen / HotSpot NRW

„Weltanschauungen und Religionen - und was diese jeweils für meinen Alltag bedeuten“, das war der Titel, unter dem die zweite Living Library mit elf lebendigen Büchern und zwei Klassen durchgeführt wurde. Ein ausführlicher Bericht mit Fotos: hier.

06.06.2019 – Barcamp-Projekttag an der BS 08 Hamburg / HotSpot Hamburg

Beim Barcamp wurde den Schülerinnen und Schülern ca. 30 verschiedene Angebote gemacht, was ein wenig zuviel des Guten war. Ilona Berntien vom HotSpot Hamburg bot einen „Spielsalon der Begegnung“ an.

Eine Beschreibung der Methode findet Ihr zum Beispiel hier.

28./29.05.18 zweitägiger Workshop an der BBS 7 / HotSpot NDS

Mit einer Sprachlernklasse wurde an zwei Projekttagen an den Themen Identität, Heimat, Zusammenleben und Zugehörigkeit gearbeitet. Teilgenommen hatte auch Lisa Albers von der trägerübergreifenden Fachstelle der JMD Respekt Coaches und dazu einen Praxisbericht verfasst: hier.

16./17.05.2019 Bundesweite Fachtagung der AKSB „Digital 2020: Die Attraktion des Extremen – Radikalisierungsprävention im Netz, Bonifatiushaus Fulda

Die gut besuchte Fachtagung der AKSB, an der wir mit sechs JuRe-Koordinatorinnen und -Koordinatoren teilnahmen bot viele Informationen, interessante Diskussionen und am 2. Tag spannende Workshops zur Umsetzung. Gut dokumentiert ist sie auf der Homepage der AKSB: hier.

13./14.05.2019 BBS Technik in Cloppenburg / HotSpot NDS

Mit 4 Klassen wurden in jeweils 90minütigen Einheiten über Identität, Heimat und Zusammenleben gesprochen. Die SchülerInnen erhielten die Möglichkeit, sich in verschiedenen Gruppenübungen auszuprobieren und mit jeder Gruppe wurden Vorstellungen und Vorteile des Zusammenlebens in einer diversen Gesellschaft erarbeitet und festgehalten.

12.04.2019 - Ausflug in den 7xjung Lernort, Berlin, am 12.April 2019 – HotSpot Hamburg

Gemeinsam mit einer Ausbildungsvorbereitungsklasse der beruflichen Schule Uferstrasse reiste JuRe nach Berlin, um den Lernort 7xjung zu besuchen. Dort nahmen wir an einem Workshop teil, in dem wir uns u.a. mit der Botschaft von deutschsprachigen Rappern, diskriminierender Sprache und der Frage, wie man diskriminierenden Parolen auf Instagram, Twitter und Co. begegnen kann, auseinandersetzten.

04./05.04.2019 – Expertise Workshop „Deliberation gegen Diskriminierung“ – HotSpot Hamburg

An zwei Tagen stellten die Initiatoren von Social Science Works ihr Konzept der Deliberation vor. Respekt Coaches und Multiplikator*innen übten gemeinsam, wie erfolgreiche Deliberation gelingt.

Deliberation ist ein spezielles Argumentationstraining, welches von den Einsichten der politischen und soziologischen Theorie profitiert und direkte Handlungskompetenzen vermittelt. Es sollen die Unsicherheiten beseitigt werden, die von vielen europäischen Bürgern geteilt werden, wenn es darum geht, die Werte der Gesellschaft zu begründen und artikulieren zu können. Den Seminarteilnehmenden wird vermittelt, wie man Schüler_innen gleichrangig als Bürger_innen entgegentreten kann, die fähig sind, zusammen mit uns die Grundwerte unserer Gesellschaft zu überdenken. Es ist respektvoller und gleichseitig bedeutungs- und wirkungsvoller, diese Werte und Gesetze inhaltlich zu diskutieren und zu rechtfertigen.

04.04.19 Europa-Aktionstage mit diversen Berufsschulen in Hannover

In einem eintägigen Workshop wurden mit einer Gruppe von Berufsschülerinnen und -schülern wichtige Bestandteile, Voraussetzungen und Prinzipien des Zusammenlebens in einer immer diverseren Gesellschaft erarbeitet werden. Hierfür sollen lebensweltnahe Gemeinsamkeiten reflektiert werden, durch die die Idee von einem "Wir" in einer heterogenen Gruppe ein Zusammenleben fördern soll. Wo ist der Platz der jungen Menschen in diesem Land und was bedeutet Demokratie für sie?

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Fotos: © 2019 Leona Ohsiek, Hannover

02.04.2019 aus der Pressemitteilung des Bundesfamilienministeriums:

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Bundesjugendministerin Dr. Franziska Giffey: „Jugendliche sind im Visier von Islamisten. Islamistische Gruppen ködern Kinder und Jugendliche mit provokanten Videos, Anleihen aus Comics und Computerspielen oder mit subtilen Hassbotschaften. Sie geben sich harmlos, nutzen gesellschaftliche Debatten als Einfallstor und kaschieren den extremistischen Kontext. Besonders empfänglich sind die Jugendlichen, die selber Diskriminierung erfahren haben, sich ausgegrenzt und benachteiligt fühlen. Politik muss gegensteuern und darf islamistischen Akteuren nicht das Feld überlassen. Jugendliche und junge Erwachsene müssen in ihrem Selbstverständnis als Teil der Gesellschaft gestärkt werden. Dazu gehören Anerkennung, Zugehörigkeit und Identität, aber auch verbesserte Schutzmaßnahmen.

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16.01.- 05.04.19 regelmäßige Veranstaltung mit einer BEK und einer BVJ-Klasse der BBS-ME in Hannover.

Themenschwerpunkte sind Gruppendynamik, Dominanz und soziale Ausgrenzungsfaktoren, die möglicherweise als Push-Faktoren einer Anfälligkeit für extremistische Ideologien wirken können.

In regelmäßigen Einheiten wird die Wirksamkeit und die Rolle jedes Einzelnen in der und für die Gruppe reflektiert. Hierbei dienen sowohl verschiedene Methoden und Übungen, als auch Einzel- und Gruppengespräche und Diskussionen als didaktische Werkzeuge.

21.03.2019: Spielpädagogische Weiterbildung, Wuppertal / HotSpot NRW

Spielen kann man Vieles: „Cowboy und Indianer“, „Wer hat Angst vor’m bösen Mann?“ oder auch „Battlefield“. Kann man aber auch „Zusammenleben“ oder „Konflikte verhindern“ spielen? Was können Spiele überhaupt in der pädagogischen Arbeit bzw. der politischen Jugendbildung leisten?

Diesen Fragen ging die Fortbildung auch sehr praktisch nach, an der Respekt Coaches, Schulsozialarbeiterinnen und -arbeiter sowie Fachkräfte der politischen Jugendbildung teilnahmen.

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Zombie
Standhalten Schieben

Fotos: © ARBEIT UND LEBEN

12.03.2019: Workshop „Jedermanns Religion“ an der Ruth-Pfau-Schule, Leipzig / HotSpot Sachsen

Am Dienstag, 12.03.2019 und 19.03.2019, führte ARBEIT UND LEBEN Sachsen an der Ruth-Pfau-Schule mit einer BVJ-Klasse den Workshop „Jedermanns Religion“ durch. Die 15 Schülerinnen und Schüler des beruflichen Schulzentrums der Stadt Leipzig beschäftigten sich im Rahmen der zwei Tage intensiv mit Fragen zur eigenen Identität, Zukunft und ihrer Rolle in der Gesellschaft. Alles Aspekte für die man religiöse aber auch säkulare Orientierungsmuster zurate ziehen kann. So bestimmten die Teilnehmenden am ersten Tag mit Hilfe unterschiedlicher Methoden individuelle Unterschiede und Gemeinsamkeiten, die sie teilen. In diesem Zusammenhang verständigten sich die jungen Erwachsenen auf gemeinsame Werte und Normen und erstellten eine Sammlung von Verhaltensweisen, die sie nicht tolerieren können. Der zweite Tag setzte an diesem Punkt an und motivierte die Schülerinnen und Schüler, über die Art und Weise, wie sie zusammenleben möchten, nachzudenken. Gemeinsam gestalteten sie ein Forumstheater, in dem sie unterschiedliche Situationen von Diskriminierung nachspielten und mögliche Reaktionsweisen aufzeigten.

15.03.2019: Workshop „Kennenlernen der eigenen Vielfalt“ am BSZ Technik Pirna / HotSpot Sachsen

In Kooperation mit dem Respekt Coach des JMD der Diakonie Pirna realisierten wir im März 2019 am Beruflichen Schulzentrum für Technik in Pirna zwei Workshop-Formate für drei Klassen. So konnte sowohl der Workshop "Kennenlernen der eigenen Vielfalt" als auch der Workshop „Konflikte und Lösungsstrategien" jeweils dreimal durchgeführt werden. Dieses Angebot wurde im vergangenen Jahr im Hinblick auf die speziellen Anforderungen der in den Blick genommenen GBVJ-, BVJE und BVJT-Klassen des BSZ entworfen. Diese Klassenverbände setzen sich aus Schülerinnen und Schüler aus unterschiedlichen Ländern zusammen, die sich aktuell im Prozess des Kennenlernens befinden, welcher aufgrund kultureller und sprachlicher Unterschiede nicht immer reibungslos erfolgt. Das Angebot von ARBEIT UND LEBEN Sachsen unterstützte die Schülerinnen und Schüler diesen Kennenlernprozess weiter voranzutreiben und Wege der Konfliktlösung zu betrachten.

So thematisierten die Teilnehmenden im Workshop „Kennenlernen der eigenen Vielfalt" sowohl ihre Gemeinsamkeiten und Unterschiede, die Verwendung von Stereotypen und Vorurteile als auch Werte und Normen, die alle Mitglieder des Klassenverbandes teilen.

Im Workshop „Konflikte und Lösungsstrategien" stand das Aushalten unterschiedlicher Meinungen im Mittelpunkt. Dementsprechend reflektierten die Schülerinnen und Schüler ihr Konfliktverhalten, das Zusammenleben in der Schule und einigten sich auf Konfliktlösungsmechanismus, die sie zukünftig verwenden möchten.

Weitere Workshops von ARBEIT UND LEBEN Sachsen sind vom JMD Respekt Coachin Pirna zum Thema „Zukunft“ angefragt.

19./20. Februar 2019: Arbeitstreffen der JuRe-Koordinatorinnen und Koordinatoren in Wuppertal / Gesamtkoordination Bundesarbeitskreis AL

An den beiden Tagen haben sich die sieben Koordinatorinnen und Koordinatoren der JuRe-HotSpots mit dem aktuellen Stand der Arbeit vor Ort und den Planungen für dieses Jahr beschäftigt.

Dazu gehörte auch die Erstellung der JuRe-Homepage und die Erarbeitung einer Broschüre, die im Mai erscheinen soll.

28.01.19: „Identität, Heimat und Zugehörigkeit“ / eintägige Veranstaltung mit zwei klassenübergreifenden Gruppen am Berufsschulzentrum am Westerberg in Osnabrück

In zwei Einheiten wurden Gruppenangebote zu den Themen Identität, Heimat und Zugehörigkeit durchgeführt. Die SchülerInnen konnten in verschiedenen Methoden ausprobieren, reflektieren und über gesellschaftsrelevante Themen diskutieren.

21.01.2019: Living Library zu „Religion und Werte“, Kulturzentrum Pelmke in Hagen (NRW)

Jugend und Religion - Politische Bildung an Berufsschulen NRW" hat im Kulturzentrum Pelmke in Hagen eine Living Library zum Thema „Religionen & welche Werte und Menschenverständnisse gehen daraus hervor?“ für zwei Klassen eines Berufskollegs in Hagen veranstaltet.

Bei einer Living Library handelt es sich nicht um Bücher, die ausgeliehen werden, sondern um Menschen – also lebendige Bücher, die sich für ein Gespräch zur Verfügung stellen. In diesem Fall bedeutete das, dass fünf Vertreter*innen und Angehörige unterschiedlicher Religionen und Glaubensgemeinschaften jeweils mit einer Gruppe von 3-4 Schüler*innen ins Gespräch gekommen sind. Die Schüler*innen hatten 40 Minuten Zeit, um all ihre Fragen loszuwerden. Aber auch das Buch durfte Fragen stellen! Nach Ablauf der Zeit hat die Gruppe das ‚Buch wieder zurück gebracht‘ und sich ein ‚neues Buch ausgeliehen‘. Vereinzelt verlängerten Schüler*innen ihr Buch und blieben noch eine Weile im Gespräch sitzen. So kamen an diesem Vormittag jedes Buch mit drei Gruppen und jede Schüler*innen-Gruppe mit drei Büchern ins Gespräch. Die Bücher waren angetan von der Möglichkeit, mit jungen Menschen in kleinem Rahmen persönlich ins Gespräch zu kommen – insbesondere über das Thema Religion. Die Schüler*innen äußerten, einiges Neues gelernt zu haben – speziell über die jüngste Religion Bahá’í und dass eigentlich alle Religionen eins sind – auch wenn noch Fragen offen geblieben sind.

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Fotos: © ARBEIT UND LEBEN

Kalender der Vielfalt 2019 — Gedenk- und Feiertage 2019

Wir sind eine bunte und vielfältige Zuwanderungsgesellschaft. Menschen mit unterschiedlichen religiösen Überzeugungen und Weltanschauungen leben hier zusammen. Wissen wir voneinander welche Tage und Zeiten im Jahr uns besonders wichtig sind, welche Fest- und Gedenktage begangen werden?

Der „Kalender der Vielfalt“ gibt jeden Monat konkrete Antworten auf diese Fragen.

Zusammengestellt haben ihn Christine Dienemann, Ulrike Merizian, Marlies Vos und Monika Wasserfuhr vom Berufskolleg Bergisch Gladbach im Januar 2019:

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Header: Foto © jacoblund / iStock