Jugend und Religion (JuRe)

Aktuell

01. Januar 2021: Neue JuRe-Koordinatorin bei ARBEIT UND LEBEN Thüringen

Mit Beginn des neuen Jahres übernimmt Judy Slivi die JuRe-Koordination bei ARBEIT UND LEBEN Thüringen. Katja Nonn, die bisher in Thüringen das Projekt begleitet hat, übernimmt neue Aufgaben. Wir danken ihr für ihre Arbeit am Standort Thüringen und im JuRe-Team.

Judy Slivi ist bereits seit 2016 bei AL Thüringen als pädagogische Mitarbeiterin tätig und wir freuen uns, sie im JuRe-Team begrüßen zu dürfen.

Îda Êzîd (18.12.2020) und weitere êzîdische Feiertage

Anzal Bridge in LalishDie Anzal-Brücke in Lalish (Nordirak), der heiligen Pilgerstätte der Êzîd*innen
(Foto: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Anzal_Bridge_in_Lalish,_the_holiest_place_in_Ezidkhan_02.jpg)

Die Êzîd*innen (Jesid*innen) sind eine ethnisch-religiöse Minderheit, die ursprünglich aus den nördlichen Gebieten des Iraks und Syriens sowie aus dem Südosten der Türkei stammt. Ein Großteil der Êzîd*innen definiert sich als ethnische Kurd*innen; ein kleinerer Teil als eigene, unabhängige ethnische Volksgruppe. Aufgrund ihres êzîdischen (jesidischen) Glaubens wurden und werden Êzîd*innen bis heute vielfach verfolgt; zuletzt systematisch durch den Islamischen Staat (IS) im Nordirak.

Weltweit gibt es rund eine Million Êzîd*innen, von der die größte Diaspora mit ca. 150.000-200.000 Menschen in Deutschland lebt. Größere êzîdische Gemeinden sind in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Bremen, Hamburg und Berlin zu finden. Hier sind sie teilweise dazu auf- und herausgefordert, ihre religiösen und kulturellen Traditionen, die nur mündlich überliefert sind, neuauszurichten. Denn als sich einst als exklusiv verstehende Minderheit sind Êzîd*innen nunmehr eine offene und aktiv den Dialog mit anderen Religionen suchende Glaubensgemeinschaft.

Êzîd*innen (Jesid*innen) fasten im Monat Dezember dreimal, bevor sie in der Woche vor der Wintersonnenwende ihren wichtigsten Feiertag, Îda Êzîd, feiern. Von jeweils Dienstag bis Donnerstag fasten sie drei Wochen lang zu Ehren verschiedener Heiliger: Vom 01.-03. Dezember haben sie zu Ehren Şêşims gefastet, vom 08.-10. Dezember zu Ehren der Familienheiligen und vom 15.-17. Dezember fasten sie zu Ehren Gottes. Die Fastentage werden jeweils mit einem Fest am folgenden Freitag beendet (Fest Şêşims, Fest Xûdan und Fest Êzî). Somit bildet Îda Êzîd den Höhepunkt der vorangegangenen Fastentage.

Îda Êzîd ist gleichzeitig das Fest zur Erschaffung der Erde. Denn nach êzîdischem (jesidischem) Glauben hat Gott die Engel geschaffen, die wiederum die Erde in sieben Tagen von Samstag bis Sonntag erschufen und von Dienstag bis Donnerstag fasteten und am Freitag die Schöpfung der Welt feierten.

Der Ursprung des Festes zu Ehren Gottes geht auf den Mithraismus zurück, der seit dem 1. Jahrhundert n. Chr. im Römischen Reich verbreitet war und in dem die Sonne verehrt wurde. Deswegen nimmt die Sonne einen besonderen Stellenwert im Jesidentum ein, sodass sie als sichtbares Symbol Gottes verstanden wird. Aus diesem Grund findet das Fest Êzî zur Wintersonnenwende statt, um das Ende der langen Nächte und kurzen Tage zu feiern.

 

Quellen:

https://www.bpb.de/gesellschaft/bildung/filmbildung/270902/die-jesiden#fr-footnode4

http://eziden-niedersachsen.de/jesidische-feier-und-gedenktage-2020

https://kurdische-gemeinde.de/ida-ezi-das-yezidische-fest-zu-ehren-gottes/https://de.wikipedia.org/wiki/Jesiden

JuRe Fachtag am 25./26. November 2020: Noch Plätze frei

mit diesem kurzen Post möchten wir noch einmal auf unseren diesjährigen Fachtag am 25./26. November 2020 aufmerksam machen. 

Es sind noch ein paar Plätze frei! Eine Teilnahme ist auch tageweise möglich und bietet Auswahlmöglichkeiten innerhalb des Programms.

Im beigefügten Programm finden Sie auch den Anmeldelink.

Die Veranstaltung ist digital und kostenlos.

Zum Anmeldeportal bitte hier klicken oder den QR-Code nutzen:

QR-Code Fachtag 11-2020

Wir freuen uns auf Deine / Ihre Teilnahme!

Das JuRe-Team

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25.-26. November 2020: JuRe-Fachtag 2020 digital: „Vernetzt? Verstrickt? Verloren? Meinungsbildung Jugendlicher und digitale Medien“, BAK AL

Inputs und Workshops u.a. mit: Dr.in Helle Becker (Transfer für Bildung e.V.), Stefan Schönwetter (dkjs), Dr. Georg Materna (JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis), Dr. Raphael Smarzoch (Deutschlandfunk), Oliver Baumann-Gibbon (Kooperative Berlin), Dr.in Daniela Kallinich (LPB Niedersachsen), Dr. Jesko Friedrich (NDR extra3)

Dass digitale Medien fester Bestandteil jugendlicher Lebenswelten sind, ist mittlerweile ein Allgemeinplatz. Ihre Bedeutung hat durch die Corona-Pandemie und die damit einhergehende Digitalisierung weiterer Alltagsbereiche noch zugenommen. Mit und in ihnen wird kommuniziert und interagiert, werden Informationen, Meinungen und Emotionen ausgetauscht, Kontakte geknüpft und private wie öffentliche Aktionen organisiert. Somit sind digitale Medien vielfältig an Meinungsbildungsprozessen bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen beteiligt, so auch an der Entwicklung politischer, religiöser und weltanschaulicher Meinungen, Überzeugungen und Haltungen.

Im Mittelpunkt des Fachtags steht die Frage, wie digitale Medien politische und religiös-weltanschauliche Meinungsbildung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen beeinflussen. Damit wollen wir nicht nur auf die entsprechenden Inhalte, sondern auch auf die maßgeblichen Kanäle und Formate, die Nutzungsarten und die Rezeptionsweisen blicken.

Zum Anmeldeportal bitte hier klicken oder den QR-Code nutzen:

qr code jure fachtag

Das komplette Programm als PDF kann hier heruntergeladen werden.

13.-15. November 2020: Teach-the-Teachers-Workshop in Hamburg Corona-bedingt abgesagt

Schweren Herzens mussten wir angesichts der aktuellen und auch der prognostizierten Corona-Entwicklung den diesjährigen TtT-Workshop absagen.

Das Format lässt sich aus unserer Sicht nicht digital umsetzen, da es entscheidend von den Prozessen und Energien der Gruppe und des persönlichen Austauschs abhängt. Nun hoffen wir auf TtT 2021 in Hamburg.

3. November 2020: Web-Schulung „STÄRKEN vermitteln – Warum ‚Religion‘ Bestandteil politischer Jugendbildung ist“, JuRe-HotSpot AL NRW

Inhaltlicher und praktischer Transfer eines Bausteins aus dem modularen Workshop-Konzept zur politischen Jugendbildung an beruflichen Schulen

Am 3. November 2020 vermittelt Sonja Lüddecke von 10:00 – 14:00 den Baustein Weltanschauungen, Religion & Glaube aus dem modularen Workshop-Konzept „STÄRKEN“, das für die politische Jugendbildung an beruflichen Schulen entwickelt und im März 2020 als Reader veröffentlicht wurde. Es werden sowohl die inhaltlichen Schwerpunkte und Methoden als auch die pädagogisch-didaktischen Hintergründe zu dem Baustein vermittelt. Ziel der Web-Schulung ist es, den Teilnehmenden zu verdeutlichen, warum das Thema ‚Religion‘ Bestandteil politischer Jugendbildung ist und wie dies gelingen kann.

Der Web-Workshop ist interaktiv aufgebaut und lädt dazu ein, einzelne Übungen aus dem STÄRKEN-Konzept selbst zu erproben.

Die Online-Schulung richtet sich an Respekt Coaches und Fachkräfte der politischen Jugendbildung, die ein demokratisches Miteinander, den Austausch über und die Akzeptanz von unterschiedlichen Wert- und Glaubensvorstellungen sowie die politische Mündigkeit von Berufsschüler*innen stärken möchten.

Der Konzept-Transfer wird über das Programm BigBlueButton durchgeführt. Für Rückfragen steht Sonja Lüddecke zur Verfügung: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! | 0202-264 708 94

Weitere Informationen zum Workshop sowie das Anmeldeformular finden sich hier.

Dashahara (25.10.2020) und Reformationstag (31.10.2020)

Vijaya Dashami The art work India October 2013©: Creative Commons Attribution-Share Alike 2.0 Generic license.Dashahara ist ein hinduistisches Fest, das man in jeder Region Indiens anders bezeichnet (Navarati, Durga Puja u.a.). Es fällt in die ersten zehn Tage der hellen Hälfte des Mondmonats Ashvin (Ende September – Anfang Oktober) und ist mit der Tagundnachtgleiche im Herbst sowie mit dem Beginn der Herbsterntezeit verbunden.

Die zu diesem Fest gehörenden Erzählungen, Sitten und Gebräuche sind regional unterschiedlich. Im Kern feiert man jedoch überall den Sieg des Guten (einer Gottheit) über das Böse (einen Dämon).

Im Norden Indiens feiert man zu Dashahara Rama, eine der Inkarnationen des hinduistischen Gottes Vishnu, der den Dämon Ravana besiegt hat. In Theateraufführungen werden die zugrundeliegenden Geschichten des dramatischen Kampfes nachgespielt. Diese Theaterdarbietungen sind ein wesentlicher Teil des Festes. Am Ende werden große Puppen, die Ravana darstellen, verbrannt.

In einigen indischen Regionen bleiben während des Festes Schulen und Geschäfte geschlossen.

Der Reformationstag wird immer am 31. Oktober in den evangelischen Kirchen (Christen) gefeiert. Erinnert wird an diesem Tag an den deutschen Reformator Martin Luther (*1483 und † 1546 in Eisleben). Er vertrat andere Ansichten über das Verhältnis des sündigen Menschen zu Gott und über die Bibel als die damalige Kirche und kritisierte ihre Geschäfte mit Heiligenandenken (Reliquienhandel) und dem Freikauf von Schuld und Sünde (Ablasshandel).

Am Vorabend zu Allerheiligen (1. November) 1517 soll er in Wittenberg an der Schlosskirche 95 Thesen veröffentlicht haben, die zur Bildung der evangelischen Kirchen führten. So ist der Reformationstag auch ein Gedenktag dafür, dass auch religiöse Gemeinschaften sich stets hinterfragen und reformieren müssen.

Quellen:

16. - 18. Dezember 2020: Workshop STÄRKEN vermitteln am Käthe-Kollwitz-Berufskolleg in Hagen, JuRe-Hotpsot NRW

In diesem dreitätigen Workshop gehen die Schüler*innen auf die Reise zu sich selbst, zu ihren Werten und denen ihrer Mitschüler*innen, zu ihrem Verständnis von interkulturellem und interreligiösem Zusammenleben und dahin, woran sie glauben, was sie erhoffen und wie sie sich dafür einsetzen können. Der Workshop unterstützt durch seine Methoden und moderierten Räume die Schüler*innen auf dieser Reise, die auch von Meinungsverschiedenheiten und Konflikten, von den Diskussionen darüber und dadurch erlebten Höhen und Tiefen mitbestimmt sein wird.

18., 20. & 27. November 2020: Workshop STÄRKEN vermitteln am Cuno-Berufskolleg I für Technik in Hagen, JuRe-Hotpsot NRW

In diesem dreitätigen Workshop gehen die Schüler*innen auf die Reise zu sich selbst, zu ihren Werten und denen ihrer Mitschüler*innen, zu ihrem Verständnis von interkulturellem und interreligiösem Zusammenleben und dahin, woran sie glauben, was sie erhoffen und wie sie sich dafür einsetzen können. Der Workshop unterstützt durch seine Methoden und moderierten Räume die Schüler*innen auf dieser Reise, die auch von Meinungsverschiedenheiten und Konflikten, von den Diskussionen darüber und dadurch erlebten Höhen und Tiefen mitbestimmt sein wird.