Jugend und Religion (JuRe)

15.11.2019 – „Ein Jahr Bundesprogramm Respekt Coaches“

Veranstaltung mit der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Dr. Franziska Giffey in Berlin / Fritz-Karsen-Schule

Ein Bericht von Steffen ROHKOHL, JuRe-HotSpot Sachsen:

Respect Coaches PodiumsgespraechAm 15. November 2019 feierte das Vorhaben „Respekt Coaches“ in der Fritz-Karsen Schule in Berlin-Neukölln seinen ersten Geburtstag und sowohl die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Dr. Franziska Giffey, als auch Neuköllns Bezirksbürgermeister Martin Hinkel und der Robert Giese, Schulleiter der Fritz-Karsen-Schule, gingen in ihren Begrüßungsreden auf das deutsche Schulsystem ein und kritisierten die immer noch große Abhängigkeit des Bildungserfolges in Deutschland von der sozialen Herkunft der Schülerinnen und Schüler. Um dies zu ändern, bedürfe es zum einen finanzieller Unterstützung für Familien aber auch der Unterstützung für Lehrerinnen und Lehrer in multiprofessionellen Teams sowie ein gutes, fehlerfreundliches und diskriminierungsfreies Schulklima, in dem ein solidarisches und gemeinschaftliche Lernen möglich seien.

Die Respekt Coaches leisteten hierfür einen wichtigen Beitrag, so die einhellige Meinung. Berichtet wurde von einer Graffiti AG für Schülerinnen und der AG Respekt und Vielfalt als wichtige und ergänzende Angebote zum Unterricht, die bereits im ersten Jahr Räume geschaffen hätten, in denen man sagen könne, was einem auf der Zunge brennt.

Vonseiten der Respekt Coaches, die ebenfalls bei der Veranstaltung zu Wort kamen und von ihrer Arbeit berichteten, wurde der Wunsch geäußert, die Träger der außerschulischen politischen Jugendbildung, wie ARBEIT UND LEBEN, zu stärken, da diese die Durchführung einer großen Anzahl von Veranstaltungen ermöglichten und mit ihrer Expertise  zur erfolgreichen Umsetzung des primärpräventiven Konzeptes beitragen würden.

Zudem wurde betont, dass es wichtig sei, die Lehrkräfte im Prozess der Anti-Diskriminierungsarbeit mitzunehmen. Dies könne man verstärkt im kommenden Jahr angehen, so die Bundesministerin Franziska Giffey, da 21 Mio. Euro für das Vorhaben „Respekt Coaches“ für 2020 bereitstünden.